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hand & fuß

Gedichte

Dieser Band mit neuen Gedichten von Yaak Karsunke ist ein wirklicher Glücksfall. Die Texte sind Klassiker, sie atmen einen jungen Geist, der nicht aufhört im Hier und Jetzt zu leben. Die Pointen sitzen, auch bei ironischen Anspielungen auf Alter und Gebrechlichkeit. »he used to be a bigshot« heißt es in dem Gedicht »große nummer« und man müsste nun ergänzen: and he still is. Wie immer bei Karsunke ist das Themenspektrum breit gefächert. Das Personal reicht von Adam und Eva, den »erfindern der liebe«, über antike Götter und Helden, namenlose Sklaven und Bauern, Renaissancefürsten und -künstler, Stilleben-Maler und Jazzmusiker bis zu jenen »hütern des grals«, die noch heute dem untergegangenen Kommunismus nachtrauern. Der Autor erweist Mythen und Sagen seine Reverenz, Heils- und Erlösungslehren dagegen begegnet er skeptisch; auch »vor den alten altären« der Linken beugt er – selbst ein Linker – nicht das Knie. Im Spannungsfeld zwischen Antike und Gegenwart, privatem und politischem Leben, mediterraner Fülle und märkischer Kargheit versucht er, eine großstädtische Heiterkeit zu bewahren. Die Erfahrung hat ihn reich an Bildern gemacht und sein Instrument, die Sprache, beherrscht er längst in freier Improvisation. Virtuos beschwört Karsunke in »der jazz von 1919«, nach Carl Sandburg, die klirrenden Banjos herauf. »legt los, leute, haut rein« und schon sehen wir das stampfende Dampfboot auf dem Mississippi. Die Begeisterung des Jazz in Worte gefasst.

ISBN: 978-3-86520-044-0 Kategorie:

Beschreibung

Dieser Band mit neuen Gedichten von Yaak Karsunke ist ein wirklicher Glücksfall. Die Texte sind Klassiker, sie atmen einen jungen Geist, der nicht aufhört im Hier und Jetzt zu leben. Die Pointen sitzen, auch bei ironischen Anspielungen auf Alter und Gebrechlichkeit. »he used to be a bigshot« heißt es in dem Gedicht »große nummer« und man müsste nun ergänzen: and he still is. Wie immer bei Karsunke ist das Themenspektrum breit gefächert. Das Personal reicht von Adam und Eva, den »erfindern der liebe«, über antike Götter und Helden, namenlose Sklaven und Bauern, Renaissancefürsten und -künstler, Stilleben-Maler und Jazzmusiker bis zu jenen »hütern des grals«, die noch heute dem untergegangenen Kommunismus nachtrauern. Der Autor erweist Mythen und Sagen seine Reverenz, Heils- und Erlösungslehren dagegen begegnet er skeptisch; auch »vor den alten altären« der Linken beugt er – selbst ein Linker – nicht das Knie. Im Spannungsfeld zwischen Antike und Gegenwart, privatem und politischem Leben, mediterraner Fülle und märkischer Kargheit versucht er, eine großstädtische Heiterkeit zu bewahren. Die Erfahrung hat ihn reich an Bildern gemacht und sein Instrument, die Sprache, beherrscht er längst in freier Improvisation. Virtuos beschwört Karsunke in »der jazz von 1919«, nach Carl Sandburg, die klirrenden Banjos herauf. »legt los, leute, haut rein« und schon sehen wir das stampfende Dampfboot auf dem Mississippi. Die Begeisterung des Jazz in Worte gefasst.

Produktdetails

  • Einband : Paperback
  • Seiten : 72

Über den Autor

Author

Yaak Karsunke, geboren 1934 in Berlin. Abitur, drei Semester Jura, zwei Jahre Schauspielschule, 1965 Mitbegründer der Zeitschrift »Kürbiskern«, Engagement in der außer­parla­mentarischen Opposition, Mitwirkung in Fass­binders ersten Spielfilmen, Dozenturen an der Deutschen Film- und Fernseh­akademie und an der Hochschule der Künste, Berlin. Karsunke lebt als freier Schriftsteller in Berlin. In der lyrikedition 2000 sind seine Gedichtbände »Kilroy&andere/reden&ausreden« (2000) und »da zwischen/auf die gefahr hin« (2003) wieder aufgelegt worden.