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Haus der Kunst, München

Ein Ort und seine Geschichte im Nationalsozialismus (2. Auflage)

Das Haus der Kunst gehört heute zu den profiliertesten internationalen Orten für moderne und zeitgenössische Positionen in der Kunst. Gleichzeitig birgt das Haus Erinnerungen an die fatale Verbindung von Kunst, Politik und Propaganda im »Dritten Reich«.
1933 von Hitlers Lieblingsarchitekten Paul Ludwig Troost für die Präsentation »deutscher Kunst« konzipiert, war das »Haus der Deutschen Kunst« das erste architektonische Vorzeigeprojekt der NS-Propaganda und avancierte zur medienwirksamen Kulisse für die Selbstinszenierung der nationalsozialistischen Machthaber. Hier fanden bis 1944 alljährlich Leistungsschauen der von Hitler favorisierten Kunst statt. Während Künstler wie Arno Breker, Josef Thorak und Adolf Ziegler mit ihren überdimensionalen Bildern und Plastiken den Blut- und Bodenkult der Nationalsozialisten verherrlichten, wurden die Werke der heutigen klassischen Moderne und deren Schöpfer wie zum Beispiel Oskar Kokoschka, Wassily Kandinsky oder Paul Klee als »entartet« verdammt und an den Pranger gestellt.

Das Buch beschreibt die lange Zeit weitgehend verdrängte Geschichte des Hauses und soll zugleich eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der brisanten Frage nach dem Umgang mit der Kunst des »Dritten Reichs« anregen.

ISBN: 978-3-86906-756-8 Kategorien: , Schlüsselwort:

Beschreibung

Das Haus der Kunst gehört heute zu den profiliertesten internationalen Orten für moderne und zeitgenössische Positionen in der Kunst. Gleichzeitig birgt das Haus Erinnerungen an die fatale Verbindung von Kunst, Politik und Propaganda im »Dritten Reich«.
1933 von Hitlers Lieblingsarchitekten Paul Ludwig Troost für die Präsentation »deutscher Kunst« konzipiert, war das »Haus der Deutschen Kunst« das erste architektonische Vorzeigeprojekt der NS-Propaganda und avancierte zur medienwirksamen Kulisse für die Selbstinszenierung der nationalsozialistischen Machthaber. Hier fanden bis 1944 alljährlich Leistungsschauen der von Hitler favorisierten Kunst statt. Während Künstler wie Arno Breker, Josef Thorak und Adolf Ziegler mit ihren überdimensionalen Bildern und Plastiken den Blut- und Bodenkult der Nationalsozialisten verherrlichten, wurden die Werke der heutigen klassischen Moderne und deren Schöpfer wie zum Beispiel Oskar Kokoschka, Wassily Kandinsky oder Paul Klee als »entartet« verdammt und an den Pranger gestellt.

Produktdetails

  • Einband : Paperback
  • Seiten : 160

Über den Autor

Author

Sabine Brantl, geboren 1969, ist Historikerin und Kuratorin am Haus der Kunst in München. Sie war freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Fernsehen und am Jüdischen Museum München sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste, München. 2004 erarbeitete sie für das Haus der Kunst ein Konzept für den Aufbau des Historischen Archivs, das sie seit 2005 leitet. Sabine Brantl kuratierte unter anderem die Ausstellung »Geschichten im Konflikt: Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937–1955« (2012) und ist verantwortlich für die Archiv Galerie, einen permanenten Ausstellungsraum zur Geschichte des Haus der Kunst (seit 2014).