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München

Herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Walter Hettche und Waldemar Fromm

Als eine Liebeserklärung an die Landeshauptstadt bezeichnete der Essayist Josef Hofmiller das 1907 für eine Stadtführerreihe geschriebene »München«-Buch Josef Ruederers. Doch die rigorose Kritik am spezlhaft verfilzten und überaus geschäftstüchtigen Isar-Establishment erweckt eher den Eindruck einer verzweifelten Kriegserklärung. Beißend polemisch und ohne Rücksicht auf jegliche Konventionen setzte Ruederer, zerrissen zwischen heftiger Abneigung und tiefer Verbundenheit, seiner Heimatstadt ein literarisches Denkmal eigener Prägung. Selbstverständlich nahm ihm die kulturell tonangebende Schicht Münchens seine Offenheit übel. Nie konnte Ruederer aus dem Windschatten seines Schriftstellerkollegen Ludwig Thoma treten – zu Unrecht, wie die Wiederauflage eines seiner Hauptwerke zeigt.

Als eine Liebeserklärung an die Landeshauptstadt bezeichnete der Essayist Josef Hofmiller das 1907 für eine Stadtführerreihe geschriebene »München«-Buch Josef Ruederers.

ISBN: 978-3-86906-336-2 Kategorien: ,

Beschreibung

Als eine Liebeserklärung an die Landeshauptstadt bezeichnete der Essayist Josef Hofmiller das 1907 für eine Stadtführerreihe geschriebene »München«-Buch Josef Ruederers. Doch die rigorose Kritik am spezlhaft verfilzten und überaus geschäftstüchtigen Isar-Establishment erweckt eher den Eindruck einer verzweifelten Kriegserklärung. Beißend polemisch und ohne Rücksicht auf jegliche Konventionen setzte Ruederer, zerrissen zwischen heftiger Abneigung und tiefer Verbundenheit, seiner Heimatstadt ein literarisches Denkmal eigener Prägung. Selbstverständlich nahm ihm die kulturell tonangebende Schicht Münchens seine Offenheit übel. Nie konnte Ruederer aus dem Windschatten seines Schriftstellerkollegen Ludwig Thoma treten – zu Unrecht, wie die Wiederauflage eines seiner Hauptwerke zeigt.

Produktdetails

Über den Autor

Author

Josef Ruederer (1861–1915) stammte aus dem Münchner Großbürgertum, widmete sich aber entgegen den Wünschen seines Vaters ganz der Schriftstellerei. Er gehörte zum Kreis der Münchener Sezession und war 1901 Mitbegründer der »Elf Scharfrichter«.

CLAUDIA DENK, Dr. phil., ist freiberufliche Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin, Lehrbeauftragte der Technischen Universität München sowie Mitglied im Kuratorium der Christoph Heilmann Stiftung im Lenbachhaus. 2014 publizierte sie zusammen mit John Ziesemer »Kunst und Memoria. Der Alte Südliche Friedhof in München«.

MICHAEL STEPHAN, Dr. phil., ist seit 2008 Leiter des Stadtarchivs München. Er ist Herausgeber der im Allitera Verlag erscheinenden Queri-Werkausgabe und Mitarbeiter an der Pocci-Werkausgabe.