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Spuren später Spiele

Eine kleine Auswahl zur Anregung

»Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt«, schreibt Friedrich Schiller im 15. Brief über die ästhetische Erziehung. Er sieht in dem spielenden einen Gegenentwurf zu dem vernünftigen Menschen bei Kant. Herbert Marcuse übt in »Der eindimensionale Mensch« Kritik an der Vorherrschaft der »instrumentellen Vernunft« der Industriegesellschaft und die damit einhergehenden Beschränkung der Lebensweise und Kultur. Er bemängelte, dass sie keinen Platz mehr für Ganzheit, Persönlichkeitsentfaltung und autonome Selbstverwirklichung lasse und hielt daher eine Rückbesinnung auf das Spielerische und Ästhetische für erstrebenswert, um entgegen aller Zwänge Freiräume für Betätigung nach eigenen Regeln und um ihrer selbst Willen zu schaffen. Viele Menschen strampeln sich heute bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit im hochtourigen Hamsterrad ab, führen ein mit sich wiederholenden Abläufen geregeltes Leben. Sie sind allzeit aktiv und erreichbar, geraten in einen Zustand, in dem alles möglich erscheint, aber vieles nicht unbedingt nötig wäre. Das freie Spiel ist eine Tätigkeit ohne bewussten Zweck. Es entbindet Kreativität, die die Seele wieder atmen lässt.

mit Fotos von Gabriele Habermann

ISBN: 978-3-95780-061-9 Kategorie:

Beschreibung

»Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt«, schreibt Friedrich Schiller im 15. Brief über die ästhetische Erziehung. Er sieht in dem spielenden einen Gegenentwurf zu dem vernünftigen Menschen bei Kant. Herbert Marcuse übt in »Der eindimensionale Mensch« Kritik an der Vorherrschaft der »instrumentellen Vernunft« der Industriegesellschaft und die damit einhergehenden Beschränkung der Lebensweise und Kultur. Er bemängelte, dass sie keinen Platz mehr für Ganzheit, Persönlichkeitsentfaltung und autonome Selbstverwirklichung lasse und hielt daher eine Rückbesinnung auf das Spielerische und Ästhetische für erstrebenswert, um entgegen aller Zwänge Freiräume für Betätigung nach eigenen Regeln und um ihrer selbst Willen zu schaffen. Viele Menschen strampeln sich heute bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit im hochtourigen Hamsterrad ab, führen ein mit sich wiederholenden Abläufen geregeltes Leben. Sie sind allzeit aktiv und erreichbar, geraten in einen Zustand, in dem alles möglich erscheint, aber vieles nicht unbedingt nötig wäre. Das freie Spiel ist eine Tätigkeit ohne bewussten Zweck. Es entbindet Kreativität, die die Seele wieder atmen lässt.

Produktdetails

  • Einband : Paperback
  • Seiten : 60

Über den Autor